NSG - NaturSchutzGruppe Jettingen

Vögel füttern

Vögel füttern

Hilfe zur Selbsthilfe ist am sinnvollsten. Heimische Beerengewächse oder ein Haselnussbaum im Garten sind besser als jedes Vogelhäuschen. Trotzdem müssen wir nicht zusehen, wie die Tiere im Winter Hunger leiden. Wenn ein paar Grundregeln beachtet werden, ist gegen die Winterfütterung nichts einzuwenden.
Aber: Wenn schon füttern, dann richtig!

1. Weniger ist oft besser als mehr!

Im Winter ein wenig zuzufüttern, ist nicht verkehrt. Aber bloß keinen ganzen Baum voller Meisenknödel hängen und jeden Tag die Enten mit Brotresten verwöhnen! Füttern Sie die Tiere nur bei starkem Frost oder intensivem Schneefall. So gewöhnen sie sich nicht an menschliche Hilfe.

2. Jeder soll etwas bekommen!

Wer die Vögel füttern möchte, sollte für alle sorgen. Den Weichfutterfressern kann man Äpfel, Birnen, Rosinen und getrocknete Wildbeeren anbieten. Die Hartfutterfresser lieben Körner aller Art, auch Sonnenblumenkerne, Mohn, Haferflocken und Hanf. Für die einen das Futterhäuschen, für die anderen Schalen und Futterglocken! Im März und April reicht es dann völlig, die Wiese an einigen Stellen vom Schnee zu befreien. Dort suchen sich die Vögel ihre Nahrung selber.

3. Sauberkeit ist wichtig!

Manch einer streut einfach Körner ins Futterhäuschen, ohne es vorher zu reinigen. Viele Vögel sterben dann später an Krankheiten, die dort übertragen werden. Deshalb ist das regelmäßige Reinigen (1 x pro Woche!) von Vogelhäuschen und Futterschalen so wichtig!

4. Heimische Sträucher pflanzen!

Werden Tieren helfen möchte, sollte heimische Sträucher pflanzen: Haselnuss, Vogelbeere, Holunder, Johannisbeere, Hartriegel, Weißdorn, Schlehe, Hagebutte oder Wacholder. Davon profitieren alle Tiere, so dass nicht nur das Eichhörnchen Nahrung findet. Räumen Sie den Tieren einen Platz im Garten ein, und Sie werden staunen, wie viele neue Arten Sie im nächsten Winter beobachten können!

Fazit:

Die Winterzeit ist manchmal hart, aber notwendig. Wer einem Tier hilft, es ein wenig füttert, macht nichts falsch. Wir sollten der Natur aber nicht zu stark ins Handwerk pfuschen, sonst richten wir mehr Schaden an, als dass wir wirklich helfen!

NaturSchutzGruppe Jettingen e.V.