NSG - NaturSchutzGruppe Jettingen

Schwimmende Königin

Schwimmende Königin
Kein Teich ohne Seerosen: Die edlen Schwimmpflanzen sind der Höhepunkt des Wassergartens - und sorgen für gute Wasserqualität.
Seerosen sind wunderschön, keine Frage. Da sie zudem helfen, die Wasserqualität zu verbessern, sollten sie in keinem Teich fehlen. Solange einige Grundregeln beachtet werden, sind Pflanzung und Pflege problemlos. Seerosen können vom Frühjahr bis in den Sommer hinein gepflanzt werden.
Im wärmeren Wasser wachsen die Pflanzen besonders gut an.
Welche Farbe darf's denn sein? Klassisches Weiß, zartes Gelb oder tiefdunkles Rot? Seerosen gibt es in zahlreichen Variationen. Doch Vorsicht, wer sich bei der Auswahl rein von Geschmacksfragen leiten lässt, kann enttäuscht werden. Passt der Standort nicht zu den Bedürfnissen der jeweiligen Sorte, kümmern die sonst robusten Schwimmpflanzen vor sich hin. Werden starkwüchsige Seerosen in zu flache Gewässer gepflanzt, so wuchern sie den Teich zu und bleiben blütefaul. Stehen sie andererseits zu tief im Teich, schaffen es die Blätter kaum an die Oberfläche.
Die meisten Seerosen brauchen viel Sonne (mindestens sechs Stunden volle Einstrahlung pro Tag) und tieferes Wasser für die optimale Entwicklung. Nur Zwergseerosen fühlen sich auch im flachen Wasser wohl. Im Fachhandel wird unterschieden zwischen
· Sorten für Flachwasser (20 bis 30 cm):
z.B. Nymphea tetragona (weiß), Nymphea x helvola (gelb), Berthold (rosa) oder Perry's Baby Red' (rot)
· Sorten für mittlere Wassrtiefe (40bis 70 cm):
z.B. James Brydon (rot), Joey Tomocyk (gelb)
· Sorten für Tiefwasser (70 bis 100cm): z.B. Escarboucle (rot), Hever white (weiß)
Wegen des starken Ausbreitungsdrangs der Pflanzen empfiehlt es sich, Seerosen in spezielle Pflanzkörbe aus dem Fachhandel zu pflanzen. Dort findet sich auch die passende Erde: Mineralisch und lehmhaltig muss sie sein. Da Seerosen sehr hungrig sind, wird die Erde mit einer Handvoll Hornspänen oder Langzeitdünger gemischt; auch Düngestäbchen für Balkonpflanzen eignen sich. Falls das Substrat aus dem Korb rieselt, kann dieser zunächst mit Zeitungspapier oder Jute ausgelegt werden niemals jedoch mit Folie!
Nachdem die Pflanze vorsichtig in den Korb gesetzt und die Erde festgedrückt wurde, wird als oberste Schicht eine Lage mittelgroßer Kieselsteine aufgebracht. Diese verhindert, dass die Erde später weggeschwemmt wird.
Seerosen mögen es ruhig. In der Nähe von Fontänen und Springbrunnen kümmern sie vor sich hin. Beim Befall mit Schädlingen (Seerosenzünsler oder Seerosenblattkäfer) werden die betroffenen Schwimmblätter ganz einfach regelmäßig abgepflückt. Pflanzenschutzmittel haben im Wasser nichts zu suchen!
Wer bereits Erfahrngen mit Seerosen hat und es exotischer liebt, kann es auch mit Lotusblumen versuchen. Mit ihren Blüten, die sich weit über das Wasser hinausschieben, sind sie eine besondere Kostbarkeit. Allerdings sind sie ausgesprochene Wärmeliebhaber, die es in einem verregneten deutschen Sommer schwer haben. Zudem müssen sie frostfrei überwintern.
Eine Sorte freilich ist für jeden Gartenfreund tabu: die wild wachsende, einheimische weiße Seerose. Sie steht auf der roten Liste der gefährdeten Pflanzen und ist streng geschützt.

NaturSchutzGruppe Jettingen e.V.