Naturheilkunde

Naturheilkunde: Pflanzen Sie jetzt Kräuter für Ihre GesundheitJetzt ist genau die richtige Zeit, um sich einen eigenen Heilgarten anzulegen sei es im Garten, auf dem Balkon oder auf der Fensterbank. Dann können Sie Ihre Speisen gesund würzen und sich jede Menge frische Kräutertees kochen auch wenn es Ihnen mal nicht so gut geht."Wen die Kräuterleidenschaft erst einmal gepackt hat, den lässt sie nicht wieder los" so das Credo vieler Hobbygärtnerinnen. Immer mehr Frauen schwören auf ihren eigenen Gesundheitsgarten. Allein durch ihre Düfte, Formen und Farben sind sie eine Wohltat für unsere Sinne. Doch auch ihre Heilwirkung lässt sich zu Hause gezielt einsetzen. Heilkräuter können Sie nicht nur im Beet ziehen, sondern auch in Töpfen, Kübeln und Kästen auf Terrasse, Balkon oder Küchenfensterbank. Sie können die Pflanzen säen oder bereits vorgezogen kaufen. Was Sie auf dem Wochenmarkt oder in der Gärtnerei nicht finden, wird von speziellen Kräuterversandgärtnereien angeboten.Diese Kräuter sollten auf alle Fälle in Ihrem Anfängerinnen-Heilgarten vorhanden sein: Thymian, Rosmarin, Oregano, Salbei, Kamille, Zitronenmelisse, Pfefferminze und Basilikum. Die bekommen Sie alle bereits vorgezogen in Töpfen, das ist für den Anfang oft einfacher. Essbare Blüten haben zum großen Teil ebenfalls Heilwirkung und zieren Ihre Speisen: Gänseblümchen, Ringelblumen, Vergissmeinnicht, Lavendel und Kapuzinerkresse zählen dazu. Um ihr volles Aroma entfalten zu können, brauchen die meisten Kräuter einen sonnigen und windgeschützten Standort. Hübsch ist es, wenn Sie Ihr Beet mit Lavendel, Eberraute oder Ysop umranden.So ernten Sie frische PowerFrisch geerntet, enthalten die Kräuter die meisten Vitamine, Mineralien und Spurenelemente. Dass sie oft auch eine Heilwirkung haben, liegt vor allem an den ebenfalls enthaltenen sekundären Pflanzenstoffen. Meist sind mehrere arzneilich wirksame Inhaltsstoffe vorhanden. Inzwischen weiß man, dass auch nicht unmittelbar wirksame Begleitstoffe bedeutsam sein können etwa indem sie die Wirkung der heilkräftigen Inhaltsstoffe steuern. Daraus erklärt es sich auch, dass Sie von Heilkräutern meist sehr viel mehr Wirkung erwarten können, wenn Sie sie als frische Pflanze verwenden als wenn Sie einen isolierten Wirkstoff oder Wirkstoffkomplex einnehmen. Das funktioniert schon, wenn Sie die Kräuter zum Kochen oder für Salate verwenden.Zu den wichtigsten Wirkstoffgruppen der Heilpflanzen gehören dieAlkaloide Glykoside Saponine Sulfide Ätherische Öle Gerbstoffe Bitterstoffe Poysaccharide Carotinoide. Probieren Sie es mal mit der KräuteruhrBesonders schön ist die so genannte Kräuteruhr: Sie legen ein rundes Beet an und unterteilen es wie eine Torte in zwölf gleiche Stücke. In die Mitte können Sie eine blühende Pflanze setzen. Für die Begrenzungen zwischen den einzelnen "Tortenstücken" können Sie je nach Größe Ihrer Kräuteruhr ebenfalls Blumen verwenden. Wenn Sie nicht so viel Platz haben, verwenden Sie Steine zur Abgrenzung. In jedes Tortenstück kommt eine andere Pflanze. Die Profikräuterfrauen beginnen bei "12 Uhr" mit einer Pflanze, die im Januar geerntet werden kann. Dann geht es Monat für Monat weiter, bis alle zwölf Felder bepflanzt sind. Wenn Sie Ihren Gesundheitsgarten auf dem Balkon anlegen, bietet sich eine Kräuterleiter an: Sie montieren eine alte Sprossenleiter an einer Wand und befestigen auf jeder Sprosse bis zu drei Töpfe mit einer Metallspange oder einem Schiffstau.Allein die schönen Blütenfarben wirken gesundDie Zusammenstellung von Kräutern in Gefäßen sollte sich nach den Bedürfnissen der Pflanzen richten. Gut vertragen sich miteinander Basilikum, Kerbel, Majoran, Petersilie und Schnittlauch. Sie wachsen schnell und können bald geerntet werden. Bohnenkraut, Oregano, Rosmarin und Thymian brauchen etwas länger und passen ebenfalls gut zusammen. Schädlinge sollten Sie unbedingt biologisch bekämpfen und sich mit dem Verzehr an die auf der Packung angegebenen Zeiten halten. Frisch gespritzte Kräuter sollten Sie nicht essen. Nach der Wartezeit: Abspülen nicht vergessen, anschließend vorsichtig trocken tupfen. Wenn gefräßige Schnecken mit Ihnen in Nahrungskonkurrenz treten, ist das beste und unschädlichste Mittel: Nachts von den Pflanzen absammeln und vernichten. Zwar sind die Kräuter kleine Apotheken und würzige Beigaben für Speisen aller Art, doch sind die meisten auch so schön, dass uns allein schon ihr Anblick gesund macht: Beinwell beispielsweise bekommt rosaviolette Glockenblüten, Borretsch strahlendblaue Sternenblüten. Dill besitzt duftigfeine Blättchen, Eberraute zartes, graugrünes Laub, Lavendel ist zur Blütezeit ein violetter Traum und die Tripmadam bildet dichte Polster mit gelben Blüten. Selbst bekannte Kräuter gibt es neuerdings mit neuen Blattfarben und Düften: gelbbunter Thymian, zweifarbige Zitronenmelisse, dreifarbiger Salbei, Basilikum und Purpurminze in Dunkelrot, Ananasminze und Currykraut in Silberweiß oder Ananassalbei in strahlendem Rot.Besser pflanzen oder säen?Viele Kräuter sind sowohl als Pflanze als auch als Saatgut zu bekommen. Was besser ist, entscheidet nicht nur Ihr Geldbeutel, sondern auch die jeweilige Pflanze. Denn einige Kräutersorten entwickeln sich sehr langsam, manche keimen schwer oder sind besonders empfindlich im Keimstadium. Hier sind vorgezogene Kräuter besser. Manche Kräuter lassen sich gar nicht aus Samen vermehren so der französische Estragon beispielsweise. Arten mit Pfahlwurzeln etwa Fenchel entwickeln sich besser, wenn sie direkt dort ausgesät werden, wo sie auch wachsen sollen (also direkt ins Beet). Auch bei vielen schnell wachsenden ein- und zweijährigen Kräutern, von denen man regelmäßig etwas mehr ernten möchte zum Beispiel Basilikum oder Petersilie , ist Selbstaussäen günstiger. Jetzt im Frühjahr können Sie mit der Voranzucht in Saatschalen beginnen. Mit der Freilandaussaat warten Sie besser bis nach den Eisheiligen. Nur die weniger kälteempfindlichen Kräuter wie Borretsch, Dill, Fenchel, Kresse, Kamille, Kerbel, Koriander, Petersilie, Pimpinelle oder Senf können Sie jetzt draußen aussäen.

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